21.09.2008

An der Saale lang - eine Radtour

Die Idee hatte ich ja schon vor drei Jahren, obwohl ich erst durch diese Radtour wieder darauf kam, was mich eigentlich dazu brachte an diesen Fluss zu fahren, der in Bayern entspringt und durch Thüringen bis nach Sachsen-Anhalt fliesst, um nach 413 km in der Elbe zu münden. Es war ein kurzer Besuch auf der romantisch gelegenen Rudelsburg bei Saaleck, von der sich ein fantastischer Blick auf die umliegende Landschaft bietet, durch die sich die Saale schlängelt. So wurde ich von dem Wunsch ergriffen, die Saale näher kennen zulernen.
So nutzte ich die noch warmen Tage im September und schwang mich vom 11.9. bis 14.9.08 auf meinen Drahtesel, um 200 km auf dem Radwanderweg entlang der Saale zu fahren. Dabei wählte ich die Fahrtrichtung von der Mündung zur Quelle, die sich auf den ersten 250 km eher leichter fährt und sich durch moderate Steigungen und Abfahrten charakterisiert. Der Radwanderweg ist insgesamt gut 400 km lang und endet in Münchberg im bayerischen Fichtelgebirge bei Zell. Ich informierte mich vorher über den Saale-Radwanderweg, um mich über die Route und die Sehenswürdigkeiten der Strecke zu informieren. Als sehr guter Begleiter stellte sich das Bikeline-Radtourenbuch Saale-Radweg heraus, das durch die klare Streckenführung und die wertvollen Zusatzinfos zu Übernachtungsmöglichkeiten, Geschichte und Sehenswürdigkeiten an der Strecke besticht. Ich startete nicht in Barby, wo die Saale in der Elbe mündet, sondern in der Stadt Calbe, ein paar Kilometer von der Mündung entfernt. Der Bahnhof Calbe-Ost ist mit der Regionalbahn von Berlin aus gut zu erreichen. In Magdeburg musste ich umsteigen und war nach gute zwei Stunden in Sachsen-Anhalt, wo ich mit Sonnenschein und blauem Himmel empfangen wurde. Jetzt im Spätsommer war es auch nie ein Problem eine Unterkunft zu finden, die ich mir immer am Tag jeweiligen Übernachtung suchte. Ich bezahlte für ein Zimmer mit Frühstück zwischen 18 - 25 Euro, wobei es sich lohnte, die jeweilige Touristeninformation des Ortes anzurufen (Telefonnummer steht im Bikeline Reiseführer) und die Mitarbeiter dort etwas geeignetes finden zu lassen; alternativ kann man natürlich auch die Adressen der Unterkünfte abtelefonieren, die im Reiseführer verzeichnet sind. Für die sehenswerten Städte, durch die der Radweg führt, sollte man 1 -3 Stunden für Besichtigungen einrechnen, es gibt viele romanische und gotische Kirchen, ein paar Dome, schöne Altstädte aus der Renaissance etc. zu sehen. Und im Spätsommer steht die Weinlese an, denn ab Naumburg gibt es viele Weingüter und Winzer, die ihre jungen Weine anbieten. Und an den Weinbergen vorbeizufahren und von den Trauben zu naschen ist ein besonderes Erlebnis. Es gibt also sehr viel zu entdecken und zu erforschen, denn der Radweg führt durch eine sehr interessante und an die 1000 Jahre alte Kulturlandschaft.

Der erste Tag: Anreise - Calbe - Bernburg - Wettin
Der zweite Tag: Wettin - Halle - Merseburg - Weissenfels
Der dritte Tag: Weissenfels - Naumburg - Dornburg
Der vierte Tag: Dornburg - Jena - Kahla - Abreise

Fazit: Der Saaleradwanderweg ist ein schöner und abwechslungsreicher Radweg, der durch die sehr gut gestaltete Streckenführung, die schöne Landschaft und die vielen Orte, an denen es viel über Kunst, Kultur und Geschichte zu entdecken gibt, gefällt.
Hier geht es zu den Fotos!

30.08.2008

Streetart Aug/08

Oxo, Xoxox oder XooX -Stencil in Berlin
Laika the Spacedog -Sticker in Stettin

27.04.2008

Mein Katalonien


Oh, Barcelona! Welch schöne Stadt breitet sich an der katalanischen Küste Spaniens aus, in der Tradition und Moderne zusammentreffen und sich gegenseitig immer wieder neue, anregende und lebendige Impulse geben! Mein kurzer Besuch führte mich zu netten Menschen - auf trendige Mietfahrräder - in Museen - zu einem Kathedralenbau – in die enggassige Altstadt - zu sehr leckerem Essen - in tolle Bars (z.B. das "Oviso" am George Orwell Platz) - an den Strand von Sitges und es gab für mich vieles zu entdecken ... Ein nützlicher Reisebegleiter ist der Stadtführer Barcelona, aus dem Michael Müller Verlag. Wer mehr über die Geschichte Kataloniens erfahren möchte, dem sind diese beiden Bücher ans Herz gelegt: George Orwell "Mein Katalonien" und "Kleine Geschichte Kataloniens" von Walther Bernecker. Hier gibt es noch mehr Fotos von meiner Reise.

09.04.2008

Save human rights, not the lights!

Es ist unglaublich mit ansehen zu müssen, welcher Aufwand betrieben wird, um die olympische Fackel am Brennen und die Gemüter der chinesischen Sportfunktionäre bei Laune zu halten. In London, Paris und San Francisco sind Hunderschaften der Polizei im Einsatz, um das medienwirksame Spektakel des Fackellaufs zu schützen. Dabei haben Tibet-Aktivisten den Fackellauf längst in eine globale Protestbewegung für die Menschenrechte im Allgemeinen und die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Tibet im Besonderen umgedeutet. Und das finde ich richtig so!
Die Idee des Fackellaufs ist den Nazis zuzuschreiben, die 1936 das erste Mal am Olympischen Feuer zündelten. Die Nazis liebten solche Art von archaischen Inszenierungen sehr - siehe Parteitage und Aufmärsche im Fackelschein. Und auch damals gab es schon Bestrebungen, den Fackellauf zu stören und die Flamme zu löschen. Damit wurde auch der Versuch unternommen, auf die Schattenseiten Hitlerdeutschland aufmerksam zu machen und den Nazis nicht die Deutungshoheit medialer Inszenierungen zu überlassen. Der Fackellauf ist also historisch sehr ambivalent zu deuten und, überspitzt gesagt: die Olympiafackel von 1936 könnte auch für den Streichholz stehen, der einige Jahre später ganz Europa und die halbe Welt in Brand setzte.Doch die Spiele zu boykottieren halte ich für keine gute Idee. Denn Sport ist ja auch die Weiterführung der Politik, nur mit anderen Mitteln. Somit hoffe ich, dass so viele Athleten wie möglich nach China reisen und zeigen für was sie einstehen. Auf euch wird die Welt schauen!

8 nach 11

Ich mag solche schönen Weisheiten, die man an verschrabbelten Häuserecken in den Strassen von Berlin findet.

01.04.2008

Stoppt Snobs!

... aber wohl nicht auf der Castingallee: "Bimmel, bimmel, bammel - die Bahn fährt vorbei und ich bin schon wieder nicht dabei" * "Wollt ihr ewig frühstücken?"

31.03.2008

Alle auf einen Streich

Schön waren die Abenden in der Märchenhütte! Die Schauspieler und das gesamte Team haben sich am letzten Samstag mit einem Märchenmarathon in die - nach über 20.000 Besuchern in dutzenden Vorstellungen - wohl mehr als verdiente Spielpause verabschiedet. Es wurde noch einmal das gesamte Repertoir an Märchen gespielt. Ich habe mich noch wieder beim Stück "Das Rotkäppchen und der Wolf" sehr belustigen können - der Wolf wurde einfach grandios von Michael Schwager gespielt. Das Hexenkessel Hoftheater meldet sich in der Freiluftsaison 2008 bestimmt zurück, und wenn alles gut geht, mit einem neuen Freilufttheater, das unterhalb der Märchenhütte enstehen soll. Denn, wenn sie nicht gestorben sind ...

30.03.2008

Bier & Sex

Bier als Lebenshilfe - jedenfalls will uns das dieses alte Werbeplakat suggerieren: Gesehen im Schokoladen beim Konzert von A Whisper in the Noise ...... die am 12.04.2008 noch einmal dort spielen werden - sehr zu empfehlen!