Nach meiner doch etwas hastigen Rückfahrt von Erkner nach Berlin, schaffte ich es doch ganz gut in die Volksbühne zur Lese-Show von Christiane Rösinger, die ihr hochaktuelles Sach(!)Buch "Liebe wird oft überbewertet" vorstellte. Meine Verabredung liess mich leider wieder etwas warten und auf den Stufen der Volksbühne in Geduld üben, dafür hielt uns C. zwei Plätze in der dritten Reihe besetzt. Wir hatten also besten Blick auf 3 Musiker und Frau Rösinger, die sehr gewitzt und mit trockenem Humor über ihr o.g. Buch referierte und ein paar Songs über die Untiefen und das Leidensmodell "Paarbeziehung" aus ihrem bisherigen musikalischen Schaffen als Teil der Band "Lassie Singers" und "Britta" einstreute. Rösinger versteht sich als Beziehungsforscherin und Paarkritikerin, und erklärt, warum das Singleleben begrüssenswert und die romantische Zweierbeziehung (kurz RZB) eine Illusion ist, begründet auf einen ein Mythos des 18. Jahrhunderst und vor allem für Frauen als dauerhafte Beziehungsform nachteilig ist. Dieses Sach- und Satirebuch sei allen ans Herz gelegt, die eine Rechtfertigung brauchen, ihre Freundschaften zu pflegen und zu intensivieren und dem Beziehungsstress die kalte Schulter zeigen wollen.
Posts mit dem Label Christiane Rösinger werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Christiane Rösinger werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
26.03.2012
02.01.2011
Es bleibt, wie es ist
Mit der Vorstellung des schönsten (Fakt!) und wichtigsten (Jawohl!) deutschen Indiealbums 2010 will ich das neue Jahr auf meinem Blog begrüssen. Es heisst "Songs of L. and Hate" und ist von Christiane Rösinger. Rösinger war schon bei den legendären Bands Lassie Singers und Britta mit dabei und hat nun ein wunderschönes Plattenwerk, mit Texten über die unterschiedlichen Aggregatzustände der Liebe, der Leidenschaft und des Scheiterns vorgelegt. Für die Musik war Andreas Spechtl zuständig, er ist der Bandleader und Enfant Terrible der Band Ja,Panik. Kaufen! Anhören!Weitersagen!
Albumkritik @Rote Raupe
Berlin by Chrsitiane Rösinger Angeregt vom Hören dieses Albums, mein kurzes Essay für das neue Jahr: nun ja, ich dachte, das Leben ist ein Fest und mir gehört die Welt. Aber das Gefühl der Desillusion hat mich eineinhalb Tage nach Silvester wieder fest im Griff und (Überraschung!) ich habe auch für 2011 kein verheissungsvolles Motto finden können. Es sollte erst "Neue Chancen" heissen, das fand ich dann aber doch unpassend, weil politisch besetzt und bestimmt auch die FDP bald mit diesem Slogan um Gewinnung verlorener Wählergunst betteln wird. Es wird nicht reichen! Die Grundfragen des Lebens bleiben indes ungeklärt und es wäre sinnlos sich das Leben schön zu reden. Die Krise ist da - im privaten, wie im öffentlichen Leben. Wir sind verloren und es ist so arg und es ist so schlimm, dass es nur irgendwie darauf ankommt einen Ausweg zu finden, Hauptsache raus!
Abonnieren
Posts (Atom)