Mist!, ich steh auf so sentimantal-melancholische Songs, meine Sicht verwässert und ich bekomme weiche Knie:
Lights go out and I can't be saved
Tides that I tried to swim against
You've put me down upon my knees
Oh I beg, I beg and plead (singing)
Come out of things unsaid, shoot an apple of my head (and a)
Trouble that can't be named, tigers waiting to be tamed (singing)
You are, you are
Confusion never stops, closing walls and ticking clocks (gonna)
Come back and take you home, I could not stop, that you now know (singing)
Come out upon my seas, curse missed opportunities (am I)
A part of the cure, or am I part of the disease (singing)
You are [x6]
And nothing else compares
Oh no nothing else compares
And nothing else compares
You are [continues in background]
Ich habe die Schönheit dieses Liedes allerdings erst in dieser Version entdeckt. Wer den Kitsch des Videos nicht erträgt, sollte sie Augen zu machen! Und warum der Dicke zur Stimme von Chris Martin Gesang immitiert, ist mir schleierhaft. Die Combo hätte doch genügt ;->
21.06.2007
06.06.2007
üBer-pUnk
John Mellor starb im Alter von 50 Jahren friedlich an einem Herzinfarkt. Seine hervorstechendsten Eigenschaften waren die hohe Stirn, Leidenschaft, Aufrichtigkeit und seine tiefe, immer etwas vibrierende, rauhe Stimme. Er erlebte alle Licht und Schattenseiten des Ruhms eines Musikers und war ein ruheloser, grübelnder Mensch, auf der Suche nach dem gewissen Etwas, das Menschen verbindet und aufrütteln vermag. John liebte auf Reisen im Freien zu schlafen, Gitarren, Hippies, Punks, Frauen, Freiheit, Trickfilme, Techno, Drogen, seine beiden Töchter und Lagerfeuer. John wollte die Menschen aufrütteln und zeigte mit seinen Songs auch auf die Wunden, die faschistische Politik und ungezügelte Wirtschaft in der Welt hinterlassen. Am Ende seines Lebens erreichte er mit seiner BBC-Radioshow fast 40 Millionen Menschen und stellte Musiker aus der ganzen Welt vor. John wollte sich mitteilen und glaubte, dass jeder einzelne Mensch auf dieser Welt etwas bewegen kann - das war sein Traum. John Mellor wurde berühmt als Joe Strummer und war Sänger der britischen Punk-Rock-Band "The Clash". In der sehenswerten Dokumentation „Joe Strummer: The Future is Unwritten“ von Julien Temple erinnern sich Wegbegleiter, Freunde und prominente Fans an diesen aussergewöhnlichen Musiker und seine Ideen. Gespickt ist dieser Film mit vielen Aufnahmen aus privaten Archiven, Interviews, Konzertauftritten, Nachrichten, Trickfilmen und Spielfilmen. Wer John und den Punk verstehen will, sollte sich diese sehr gelungene und ausführliche Doku ansehen! 

01.06.2007
Kermit am Abgrund?
Kermit der Frosch hat auch schon bessere Tage gesehen und singt "Hurt" von Nine Inch Nails - entdeckt beim Arte-Musikmagazin Tracks:
26.05.2007
Ebay-Fundstück
Es gibt sie wirklich, die Ebay-Kategorie "Total durchgeknallt". Das ist eine Unterkategorie von Sammeln & Seltenes -> Total Verrücktes. Darin findet sich gerade dieses schöne Fundstück: ein handgeschrieber Liebesbrief - im Original wohlgemerkt - den die Schreiberin grottilienchen "beim ausmisten unnötiger Sachen gefunden hat". Das Alter des Briefes gibt sie mit zirka 2 Jahren an. Sie beschreibt auch den Inhalt des Briefs, der stolze 40 (!!) Seiten umfasst.
Das Thema des Briefes finde ich durchaus interessant, denn jeder von uns wurde bestimmt schon einmal damit konfrontiert: Eifersucht gegenüber dem/der Expartner/in des neuen Partners. grottilienchens damaliger Freund hatte aber kein Interesse den Brief zu lesen, was ich bei der Seitenanzahl und bei grottilienchens Schreibstil, wenn er denn so ist, wie sie ihre Artikel beschreibt, auch irgendwie nachvollziehen kann. Aber ich richte trotzdem einen Appell an grottilienchen: teile deine Gedanken mit allen, denen gleiches widerfährt und verkaufe deine Erkenntnisse nicht für nen Appel und nen Ei bei Ebay! .... oder verrate wenigstens, aus welchem "Beziehungsratgeber" du deine Eingebungen stibitzt hast!
Das Thema des Briefes finde ich durchaus interessant, denn jeder von uns wurde bestimmt schon einmal damit konfrontiert: Eifersucht gegenüber dem/der Expartner/in des neuen Partners. grottilienchens damaliger Freund hatte aber kein Interesse den Brief zu lesen, was ich bei der Seitenanzahl und bei grottilienchens Schreibstil, wenn er denn so ist, wie sie ihre Artikel beschreibt, auch irgendwie nachvollziehen kann. Aber ich richte trotzdem einen Appell an grottilienchen: teile deine Gedanken mit allen, denen gleiches widerfährt und verkaufe deine Erkenntnisse nicht für nen Appel und nen Ei bei Ebay! .... oder verrate wenigstens, aus welchem "Beziehungsratgeber" du deine Eingebungen stibitzt hast!25.04.2007
More! More! Music!
In den ersten vier Monaten im Jahr 2007 wurden eine ganze Menge Indie-Perlen an den Strand guter Musik gespült. Hier nun meine Indiemusik-Favoriten (Bewertung 0 = un-hörbar 7 = exzellent):Anklicken der Namen bringt euch auf die Web-Präsenz des entsprechenden Künstlers mit Musikbeispielen
The National - unaufgeregter Indie-Pop, ihre dritte Platte "The Boxer" 7/7 ist grandios und die Stimme von Sänger Matt Berninger geht immer noch tief unter die Haut. Hier gibts die Lyrics
Modest Mouse - "We were dead before the ship even sank" 6/7 aufrüttelnder, aufgeregter Indie-Pop ;-), noch besser, als der Vorgänger "Good News for People the love bad News" (ich liebe diese Plattennamen!)
Feist - "The Reminder" 6/7 eine fantastische Stimme und zarte Arrangements
Anna Ternheim - "Separation Road" 5/7 eleganter akustischer Girliepop aus Schweden
CocoRosie - "The Adventures of Ghosthorse and Stillborn" 5/7 Sprechgesang knarziger Elfen zu schräger Musik, für Pferdeliebhaber, Träumer und Entrückte
The Soulsavers - "It's Not How Far You Fall, It's The Way You Land" 5/7 rettende Balladen für schwere Stunden, mit rauchiger Stimme von Sänger Mark Lanegan vorgetragen
Sparklehorse - Dreamt for Light Years in the Belly of Mountain" 6/7
Arcade Fire - "Neon Bible" 6/7 düsterer als der Vorgänger "Funeral"
The Ponys - "Turn the Lights Out" 5/7 ein Ausritt mit den ungestühmen Ponys macht grossen Spass
Low - "Drums and Guns" 5/7
Immer wieder gern gehört:
Destroyer - war zunächst gewöhnungsbedürftig, aber dann mitreissend und immer wieder gern gehört. Anspieltipp von der 2006 erschienenen CD "Destroyer's Rubies" 6/7 "Rubies" und "Painter in Your Pocket"
Mountain Goats - "Get Lonely" 6/7 ein Mann, dessen eindringliche Stimme zur Revolution aufzurufen scheint - und eine quietschende Akustikgitarre klang noch nie schöner
Iron & Wine - "Our Endless Numbered Days" 6/7 wunderschöne Alternativ-Balladen mit Gitarre, Augen zu und geniessen und die Tränen aus den Augen wischen!
My Brightest Diamond - Opersängerin trifft Superwoman!
Interpol - Klassiker
The Editors - die Joy Division Erben!
Sufjan Stevens - zauberhaft schööön... und da wird noch einiges zu hören sein, denn der Mann mit der Gitarre will allen 50 Bundesstaaten der USA eine CD widmen.
24.04.2007
Back to the Rootz
Hip-Hop und Rap-Music (Beastie Boys, Run DMC, Sugarhill Gang und der ganze Old-School-Kram) begleitete mich in meiner Jugend, bis ich merkte, dass mir Rock-Punk-Music aus der Garage (Pixies!!!) doch mehr aus Seele und Körper spricht. Irgendwie hat ein Grossteil der Hip-Hop-Musik für mich auch immer was gestelztes gehabt. Flow wurde versprochen, aber doch gabs nicht mehr als öde Sprechgesänge und träge Bässe. Da hatten dann Solar MC aus Frankreich, 4Hero und Massive Attack leichtes Spiel mit ihren schönen Grooves, facettenreichen Klängen und klugen Texten mich auf ihre Seite zu ziehen - Hip-Hop adé!Aber aus U.K., wo derzeit ja fast nur gute Musik herkommt, gibt es mal wieder etwas neues - Hip-Hop der Spass und gute Laune macht. "Starz in their Eyes" von Just Jack ist einfach ein toller Song und auch ein Stück reifer, geschmeidiger Hip-Hop! Mir ist dieser Song beim Radiohören aufgefallen und ich bin nun ganz überrascht, wie groovy und erwachsen Hip-Hop klingen kann. Wo mir die Stimme von The Streets noch zu nervig eindringlich waren und zu wenig Flow hatten, gibts nun den Beweis, das Hip-Hop cool, erwachsen und auch nach Disco klingen kann, ohne das mir des Ohr abfällt. Irgendwie wollen wir ja alle nicht erwachsen werden, aber trotzdem nicht pubertären Brainwaste hören.
Just Jack tritt am 28.4.07 im Magnet auf und ich werde es mit Hip-Hop einfach nochmal versuchen...
18.04.2007
29.03.2007
Visions vs. Musikexpress
Am 30.03.07 erscheint die neue CD von Maximo Park: "Our Earthly Pleasures". Die Band hat den Produzenten gewechselt und Sänger Paul Smith konzentriert sich noch mehr auf die Verdichtung seiner Texte, die von Verlangen und Beziehungen handeln und ob wir uns unseren Leidenschaften hedonistisch hingeben sollten und wenn ja, welche Konsequenzen das hätte. Am 10.04.07 stellen Paul and the Park die neuen Songs im Lido in Berlin vor und ich habe leider (noch) kein Ticket erwischt - schnüff!! ...
Nun kann es wohl kein Zufall sein, dass für die Aprilausgaben sowohl der Musikmagazine Visions und Musikexpress mit Maximo Park Sänger Paul Smith auf ihren Covern um die Gunst der Leserschaft buhlen. Beide Magazine bedienen den Musikgeschmack der Indie- und Alternative-Musikszene. Ich finde ja das Foto von Paul auf dem Titel des
Musikexpress besser und hätte das Heft auch gleich gekauft, aber ich hatte keinen Cent dabei. Und so fiel mir beim nächsten Besuch der Zeitschriftenabteilung auf, dass die Visions auch eine Story über den Maximo Leader der britischen NewWavePunkBewegung bringt. Also blätterte ich beide Magazine durch und entdeckte folgendes:
Visions
Nun kann es wohl kein Zufall sein, dass für die Aprilausgaben sowohl der Musikmagazine Visions und Musikexpress mit Maximo Park Sänger Paul Smith auf ihren Covern um die Gunst der Leserschaft buhlen. Beide Magazine bedienen den Musikgeschmack der Indie- und Alternative-Musikszene. Ich finde ja das Foto von Paul auf dem Titel des
Musikexpress besser und hätte das Heft auch gleich gekauft, aber ich hatte keinen Cent dabei. Und so fiel mir beim nächsten Besuch der Zeitschriftenabteilung auf, dass die Visions auch eine Story über den Maximo Leader der britischen NewWavePunkBewegung bringt. Also blätterte ich beide Magazine durch und entdeckte folgendes:Visions
- Artikel von Carsten Schumacher über fünf Seiten mit Fotos (darunter ein paar sehr fröhliche) von Jens Oellermann
- unter der Überschrift Namedropping werden auf einer Seite die Künstler vorgestellt, die massgeblich musikalisch und lyrisch Einfluss auf die Band ausüben
- Trackbytrack - d.h. eine ganze Heftseite widmet sich der Geschichte hinter jedem Song - genial, um Zugang zu Pauls Texten zu bekommen
- Fazit: der Umfang und Informationsgehalt des Artikels entspricht einer gelungenen Titelstory!
- auf der beigelegten CD findet sich der Song "Russian Literature"
Musikexpress
- Interview von Jan Wigger, dass über drei Seiten informativ und auf das wesentliche konzentriert über Pauls Gefühls- und Ideenwelt, sowie die Musik der Parks berichtet
- kurze Vorstellung der fünf Bandmitglieder mit Fotos
- kleine Zitate von anderen Sängern und Schriftsteller zeigen die Einflüsse auf die Band
- Fazit: gut zu lesender Artikel, allerdings sind drei Seiten für eine Titelgeschichte zu wenig!
- auf der beigelegten CD findet sich der Song "The Unshockable"
22.03.2007
Mr. Rice war in Berlin
Die Erleichterung bei mir ist groß, die Columbiahalle ist für das Konzert von Damien Rice am 15.03.2007 doch nicht bestuhlt, jedenfalls nicht das Parkett. Nach dem fröhlichen Spiel der Vorband The Magic Numbers - ihre Coverversion von Kate Bushs "Running Up That Hill (A Deal With God)" treibt mir eine Träne ins Auge - bringt die Crew Kerzen auf der Bühne. Das Konzert beginnt mit verzerrtem Gesang und Gitarrengeschrubbel (die ersten beiden Songs nerven mich) und setzt mit unwiderstehliche schöne Songs fort. Dabei gerät das Konzert fast zur Einmannshow. Sängerin Lisa Hannigan sitz oft am Fuß des Pianos und hält sich körperlich und stimmlich doch eher im Hintergrund. Ist sie krank? - jedenfalls kommt sie mit Teetasse auf die Bühne. Und Vyvienne Long spielt und singt im zweiten Drittel der Show zunächst schüchtern einen Song von ihrer neuen EP. Toll, was sie aus ihrem Cello zaubert. Ein sehr warmer Moment auf diesem Konzert, das mir doch etwas unterkühlt wirkt. Keine Frage, Mr. Rice und Band beherrschen ihr Handwerk - musikalisch ist die Band top, was sich in ausufernden Instrumentalstrecken zeigt. Und kaum ein anderer Musiker singt solch eindringlichen Songs und wirkt dabei so zerbrechlich und leidenschaftlich. Er ist wie ein Eskimo - schroff, spröde, auf der Suche nach Wärme und der Spur Leben in der (Schnee-) Wüste. Nach knapp einer Stunde und 20 Minuten ist dann Schluss. Leider gibts nur eine Zugabe, Lisa hebt die Augenbrauen und wundert sich wohl über Damiens abrupten Abgang. Schade, auch das anwesende Publikum hätte noch mehr so grossartiger Musik verkraftet.
12.03.2007
Grosse Erwartungen
Hier schon mal eine Konzertkritik vom Auftritt in Köln auf Spiegel.online. Dazu gibts auch ein paar Videos zu sehen. Also viel Spass damit und ja, es sind nur noch drei Tage bis zum Damine Rice Konzert in Berlin!
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