07.01.2011

Lichter Stadt Musik

Die Stadt Paris mag ich - und auf Dächer klettern, über der Stadt stehen und sie von oben zu überblicken sowieso. Die Nacht mag ich - und flirrende Lichter, die bis zum Horizont reichen. Xylophonklang und zarte Stimmen ... ja, mag ich auch! 
Von der französischen Band Satine gibt es ein Musikvideo zum Song "October Dane",  das ich genau aus oben genannten Gründen sehr sehr mag. Bonsoir et Salut!
Satine "October Dane" - Concert à Emporter from La Blogotheque on Vimeo.

Frauenversteher

Poetry-Slammer Julius Fischer weiss, was Frauen wollen und wie sie denken. Woher und was er weiss, erklärt Julius so ... :-)

04.01.2011

Eiskalt klirrende Beats

Das 2010 erschienene Album "Black Noise" von Pantha du Prince ist der Soundtrack dieses schneidig kalten Winters - hier in der Stadt, als auch draussen auf dem Land. Hört es selbst!
  The Splendour by Pantha du Prince 
Von Rough Trade gibt es eine kurze, aber trotzdem sehenswerte Doku über den Elektronikfrickler Hendrik Weber, alias Pantha du Prince:

03.01.2011

Phänomen Flaneur

"Verwischte der Flaneur der ersten Stunde noch seine Spuren in der Großstadtmenge, so muss es dem heute flanierenden Geist gelingen, sein Ich und all seine Leidenschaften an einer irrsinnigen Informations- und Überwachungsmaschinerie vorbei zu schleusen, aus der selten jemand nicht als fester und abgeschlossener Charakter, also als lebender Toter, wieder herauskommt."
Unter der Überschrift "Vom Überleben in der Metropole" meditiert Andreas Spechtl sehr klug über Das Flanieren als Lebens-, Denk- und Liebesform und gibt sich als neugieriger Spaziergänger in einer ihn immer wieder verschluckenden, aber auch inspirierenden Grossstadt zu erkennen.
"Der Flaneur jedoch kann unter bestimmten Umständen, in gewissen Konstellationen, für jeden und alles Liebe empfinden. Er ist der einzig wahre Liebende in den letzten Tagen dieser alten Welt und allein er kann in ihr noch Liebe erfahren."
"Flaneure aller Metropolen vereinigt Euch!" Möchte ich da lautstark rufen. Aber ach, das lasse ich dann mal und tauche lieber wieder ein in die faszinierende Anonymität der Grossstadt.

02.01.2011

Prenzlauer Berg Bashing

Update II, 07.01.11: Wie sich der Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg verändert, fragt Sieglinde Geisel im NZZ Artikel "Das Kiezgefühl in der Metropole".
Update I, 04.01.11: Mit der nötigen Trennschärfe setzt sich Dummy-Herausgeben Oliver Gehrs mit der "bösen Gentrifizierung" auseinander.

Silvester mit "Biofeuerwerk" gab es auch diesmal nicht im berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Doch Rainald Grebe bringt das Lebensgefühl der Latte-Macchiato-Spiesser in seinem spöttischen Song über den furchtbar hippen Stadtteil gut auf den Punkt. Sich über die Zustände und Bewohner im Prenzlauer Berg lustig zu machen, gehört schon seit einigen Jahren zu den beliebten (aber auch sehr nervigen!!) Ritualen der Leute, die da selbst wohnen und leben. Die meisten Einwohner heute kennen diesen Stadtteil erst wenige Jahre und somit auch nicht mehr die kulturelle Vielfalt, Unangepasstheit und unterschiedlichen Lebensentwürfe seiner (in der Mehrzahl Ex-) Bewohner, die dort von Ende der 80er bis in die 90er Jahre lebten und dem Bezirk seine spezielle Prägung gaben. Diese Attraktivität hält eben noch bis heute an, wenn auch eher in den Geschichten und Legenden von damals. Da diese inspirierenden Einflüsse auch aufgrund von Gentrifizierung (siehe auch hier) nun fast verschwunden sind und die Dynamik des Wandels in Richtung bürgerliche Sittsamkeit eben nicht reicht, um sich zwischen Kinderklamottengeschäften,  Yogastudios und Kaffee-&-Kuchen-Läden wohl zu fühlen, sagen viele, sie wollten jetzt eh nur noch weg dort (aber macht natürlich kaum einer) und changieren eher zwischen Desillusion und Nabelschau.

Es bleibt, wie es ist

Mit der Vorstellung des schönsten (Fakt!) und wichtigsten (Jawohl!) deutschen Indiealbums 2010 will ich das neue Jahr auf meinem Blog begrüssen. Es heisst "Songs of L. and Hate" und ist von Christiane Rösinger. Rösinger war schon bei den legendären Bands Lassie Singers und Britta mit dabei  und hat nun ein wunderschönes Plattenwerk, mit Texten über die unterschiedlichen Aggregatzustände der Liebe, der Leidenschaft und des Scheiterns vorgelegt. Für die Musik war Andreas Spechtl zuständig, er ist der Bandleader und Enfant Terrible der Band Ja,Panik. Kaufen! Anhören!Weitersagen!
Albumkritik @Rote Raupe
  Berlin by Chrsitiane Rösinger

Angeregt vom Hören dieses Albums, mein kurzes Essay für das neue Jahr: nun ja, ich dachte, das Leben ist ein Fest und mir gehört die Welt. Aber das Gefühl der Desillusion hat mich eineinhalb Tage nach Silvester wieder fest im Griff und (Überraschung!) ich habe auch für 2011 kein verheissungsvolles Motto finden können. Es sollte erst "Neue Chancen" heissen, das fand ich dann aber doch unpassend, weil politisch besetzt und bestimmt auch die FDP bald mit diesem Slogan um Gewinnung verlorener Wählergunst betteln wird. Es wird nicht reichen! Die Grundfragen des Lebens bleiben indes ungeklärt und es wäre sinnlos sich das Leben schön zu reden. Die Krise ist da - im privaten, wie im öffentlichen Leben. Wir sind verloren und es ist so arg und es ist so schlimm, dass es nur irgendwie darauf ankommt einen Ausweg zu finden, Hauptsache raus!

23.12.2010

Holiday Greetings


Liebe Freunde und Leser meines Blogs, ich wünsche Euch ein entspanntes und seelenstreichelndes Weihnachtsfest! Mit einem zauberhaften Video und Musik von Kollektiv Turmstrasse @Myspace verabschiede ich mich ins Weihnachtsfest. Ich freue mich auf heissen Yogitee, Spekulatiuskekse, Traumtänzereien und (mal wieder) den Film "Das Appartment" von Billy Wilder. Allen, die sich im Vorweihnachtsspektakel von ferngesteuerten Konsumisten umstellt fühlten, gilt mein uneingeschränktes Mitgefühl. Und wenn die bucklige Verwandtschaft in den kommenden Tagen bei einem von euch einfallen sollte, guckt euch das hier mal an :-) 
Warm Greetings, Euer Stephox

20.12.2010

270 Movies in 6 Minutes

Dieser schön gemachte, sehr verdichtete, etwas englischsprachlastige und trotzdem sehr sehenswerte Rückblick auf das Filmjahr 2010 macht gerade die Runde und soll  euch nicht vorenthalten werden. Ich selbst habe nur einen kleinen Bruchteil dieser Filme gesehen und einige sind in den deutschen Kinos auch noch gar nicht angelaufen. So ist dieses Video nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Vorgeschmack auf kommendes. Enjoy!
Thanks to Genrocks, von der dieses Filmography-2010 Video stammt.

13.12.2010

Verrückte Raucher


Wie es die grandiose amerikanische TV-Serie "Mad Men" (Produzent ist AMC) schafft den Style der 60er Jahre ins Wohnzimmer zu bringen,  dabei  Geschlechterrollen hinterfragt und die Zuschauer ins Herz des Kapitalismus führt:
DVD-Kritik via Berliner Zeitung
Fashion-Artikel via TAZ

03.12.2010

Kurzgeschriebenes

Das Lesefräulein hatte in der letzten LesBar-Sendung auf Radio Blau  ein Buch mit kuriosen SMS-Dialogen  (Titel: "Liebling, Du hast mich auf dem Balkon vergessen") vorgestellt und sich köstlich darüber amüsiert. Darin enthalten ist Situationskomik in minimalistischer Form. Nun kann man sich darüber streiten, ob man diese mehr oder weniger witzigen Simsen als Buch kaufen und besitzen muss oder nicht, da es ja die Website SMS von letzter Nacht gibt,  auf der verstrahlte Nachtschwärmer ihre SMS-Dialoge selbst einstellen können und die besten Sprüche (es gibt ein Bewertungssystem auf der Website) wohl auch ins Buch gelangten. Manchmal wirken die Dialoge so unglaublich, dass sich mir die Frage stellt, welche dieser angeblichen Konversationen sind nun Dichtung und welche Wahrheit? Aber in der Nacht kann viel passieren und die menschlichen Ausdrucksformen sind mannigfaltig. Und es gibt durchaus einige schöne Bonmots, die jeden müden Gagschreiber und SMS-Rezitierer erfreuen werden. Meinen Favorit, in dem zwei Lebenshaltungen aufeinander treffen, könnt ihr rechts lesen :-)